Die pure Dekadenz
Oktober 31st, 2008Wir alle wissen, dass Touristen, also auch wir, gewisse Ansprüche an unseren Urlaub und die Verpflegung etc. pp legen.
Nun ja, mittlerweile ist es modern, Safaris zu machen.
An sich, ist es ja auch nicht schlimm, denn dann sieht man Tiere aus dem Zoo mal in „freier“ Wildbahn.
Warum schreibe ich „freie“ Wildbahn?
Nun, dass ist ganz einfach, die meisten Safari Gebiete befinden sich inzwischen in Nationalparks, in denen die Tiere zwar frei entfalten können, sie aber dennoch nicht wirklich frei sind, da dafür gesorgt wird, dass es immer ausreichend nachwuchs in den Kolonien gibt.
Was ist an diesen Safaris jetzt dekadent?
Auch hier ist die Antwort sehr einfach.
In Süd-Afrika gibt es ein „Hotel“ mitten in der Wüste. Es besteht aus 15 Zelten mit Klima-Anlage, Dusche, ergo fließend Wasser, Essen a là Kart, was natürlich volle Verpflegung bedeutet, denn die Gäste können sich ihr Essen ja schlecht aus der Küche holen.
Mit Blick in die Natur wird gegessen und darauf gehofft, dass ein wildes Tier in die Nähe kommt und sich zumindest einen kurzen Augenblick blicken und fotografieren lässt.
Die Menschen, die dort hinfahren, fahren nicht zwingend für eine Woche oder mehr, sondern auch nur für 4 Tage.
Eine Nacht in diesem Luxus Zelt kostet 800,-€ pro Nase.
Die pure Dekadenz mitten in der Wildnis, bzw. mitten in einem 43.000 km² großen Nationalpark.
Früher hat man in einem Zelt auf dem nackten Wüstenboden geschlafen, naja, vielleicht hatte man noch eine Iso-Matte, aber aus der Vorstellung Abenteur-Urlaub Safari ist jetzt eher ein Luxus zelten mit ein wenig Abwechslung in Form von Jeep Tour durch die Wildnis geworden.